Home
News
Capoeira
Forum
Media
Login/Logout
Impressum
Frankreich
Ecuador

Musik Drucken E-Mail

Lieder

 

Liedertexte

Mit Klick auf den Link bekommt ihr die Liedersammlung aus Münster im PDF-Format.

Hier klicken

Instrumente

Instrumentos da Capoeira

Berimbau Caxixi Baqueta  Dobrão
Pandeiro Atabaque Agogô Reco-Reco

Berimbau

Herkunft: Es wird vermutet, dass der Berimbau einen afrikanischen Ursprung hat und in Brasilien eingeführt wurde. Der Berimbau ist das wichtigste Instrument in der Roda und teilt den Spielern mit, was für ein Spiel, und mit welchem Rhythmus gespielt wird; er kreiert das Klima zusammen mit dem Gesang,dem Klatschen, dem Pandeiro (Tamburin), dem Atabaque, dem Agogô und dem Reco-Reco.

Es gibt 3 Arten von Berimbau:

Gunga - hat den tiefsten Ton/Klang und übernimmt die Rolle des Kontrabasses.

Berimbau médio, de centro oder einfach Berimbau - spielt über den basischen Rhythmus des Gunga, würde also hier die Rolle der Rhythmusgitarre übernehmen.

Viola oder Violinha - ist der "hochtönige" Berimbau, mit dem in der Regel die "Gegenspiele" und Improvisationen gemacht werden, der in diesem Fall also die Rolle der Sologitarre übernehmen würde.

Der Berimbau ist aus einem Holzbogen gemacht (Biriba Holz), an dessen Enden ein Draht befestigt wird. Ein Kürbis mit einer Öffnung an einer der Seiten wird am unteren externen Ende des Bogens mit einem Abstand von etwa 20-25cm von der unteren Spitze des Instrumentes mit einer Schnur festgemacht. Eine Hand hält den Berimbau und den Dobrão oder Stein, und die andere den Caxixi und die Baqueta (s.u.).

"O que é o berimbau? É uma cabaça, um arame e um pedaço de pau." 

Caxixi

Der Caxixi ist eine Rassel aus geflochtenem Stroh, die mit trockenen Samen, Steinchen oder Ähnlichem gefüllt ist. Mittel- und Ringfinger halten den Griff des Caxixi, der den Ton ausfüllt und den Rhythmus angibt.

nach oben

Baqueta

Die Baqueta ist ein etwa 30-40cm langes Stäbchen (normalerweise auch aus Biriba). Die Baqueta wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und wenn diese den Draht des Berimbaus berührt, erklingt ein Ton. Der Ton ändert sich abhängig von der Stelle des Drahtes, an der dieser berührt wird, und ob der Dobrão oder Stein an den Draht gelehnt ist oder nicht.

nach oben

Dobrão

Der Dobrão ist eine antike Münze. Der Dobrão, oder auch ersatzweise ein Stein, wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und verändert den Ton, wenn dieser den Draht berührt.

nach oben

Pandeiro

Herkunft: Indien

Der Pandeiro, oder auch Tamburin, ist ein Schlaginstrument, das den Takt und Rhythmus angibt. Pandeiros können aus Leder oder Plastik gemacht werden. Die Lederhäute erzeugen eine bessere Tonqualität, haben jedoch den Nachteil, dass sie sich bei Wetteränderungen leicht verstimmen; daher sind Pandeiros mit Plastikhäuten herkömmlicher. Mit einer Hand wird der Pandeiro festgehalten, während die Fingerspitzen, der Daumen und die Handfläche der anderen Hand verwendet werden, um auf der oberen Seite des Pandeiros zu spielen.

nach oben

Atabaque

Herkunft: Arabien

Der Atabaque hat bei Capoeira die selbe Funktion wie der Pandeiro, gibt also auch den Takt und den Rhythmus an. Dieser besteht aus langen und breiten Holzlatten, die mit einem Bogen aus Eisen mit verschiedenen Durchmessern miteinander verbunden werden. Dadurch erhält das Instrument von unten nach oben eine konische, zylindrische Form. An der oberen, breiteren Seite wird der straff gespannte Lederfetzen mit "Klemmen" befestigt. Der Atabaque ist normalerweise etwas gehoben (also nicht direkt dem Boden aufliegend) und wird mit beiden Händen gespielt.

nach oben

Agogô

Der Agogô hat eine kleine "Begleitrolle" beim Capoeira und unterstützt den Rhythmus de Pandeiros und des Atabaques. Dieser setzt sich aus einem kleinen Bogen und einem kleinen metallischen Griff mit einem metallischen Konus an jeder der Spitzen zusammen; diese haben dann jeweils verschiedene Grössen, um diverse Töne zu erzeugen. Anhand eines Eisenstäbchens werden die Konusse angeschlagen. Es ist in der Regel - aber nicht immer - aus Metall.

nach oben

Reco-Reco

Der Reco-Reco hat - wie der Agogô - eine kleine "Begleitrolle". Der Reco-Reco wird aus einem metallischem Kasten mit geschlitzten Furchen an der oberen Seite, oder einem Rohr aus Metall mit quer angebrachten Federreihen gemacht. Dieser wird durch das Gleiten eines Eisen- oder Holzstabes an den Furchen oder Federn gespielt.

nach oben

Toques

Toques

Toque de Angola Cavalaria São Bento Grande de Bimba
Angolinha Santa Maria Amazonas
São Bento Pequeno Benguela Samba de Roda
São Bento Grande Maculelê Samba de Angola
Toque de Iúna Idalina Samango

Einleitung 

Es ist sehr wichtig für einen guten Capoeirista, so viele Toques wie möglich von allen drei Berimbaus (Gunga, Berimbau médio und Violinha) mit grosser Perfektion zu beherrschen - das Eine also so gut spielen zu können wie das Andere. Man sollte sich in der Roda immer vor Augen halten, dass der Toque die Spielweise bestimmt. Hört man den Berimbau z. B. Angola spielen, sollte man nicht hektisch und unbedacht, sondern eher besonnen spielen und immer das Unerwartete erwarten...

Es gibt viel zu viele verschiedene Toques. Hier sind nur ein paar der wichtigsten und bekanntesten aufgelistet.

Toque de Angola

Er ist der spezifische Toque für Jogo de Angola. Er ist langsam, rhythmisch, mit grosser Betonung auf dem Atabaque und hat eine traurige Neigung. Angola ist gedacht für "jogo de dentro" (enges Spiel), "jogo baixo" (dicht am Boden) und "perigoso" (gefährlich).

nach oben  

Angolinha

Dieser Toque ähnlelt dem Toque de Angola. Angolinha dient als Übergang, um den Rhythmus zu beschleunigen, wenn das Spiel gewechselt wird.

nach oben 

São Bento Pequeno

São Bento Pequeno ist der Toque für lockeres, flinkes und geschicktes Spiel, zur Vorführung der Technik. Auch als "Angola Invertida" bekannt.

nach oben 

São Bento Grande

Dies ist der originalste Toque der Capoeira Regional. Er wird sehr häufig bei Auftritten,
Strassenrodas, Batizados und anderen öffentlichen Ereignissen verwendet, aber auch in technischen Rodas der Schulen, um das Niveau und die Geschicklichkeit der Schüler zu testen.

nach oben 

Toque de Iúna

Er ist hauptsächlich für das Spiel der Mestres gedacht. Bei diesem Spiel ist der Schüler nur
Zuschauer, er spielt und klatscht nicht. Es dürfen nur Mestres, Contra-Mestres, Professores und Instrutores spielen. Alunos graduados (graduierte Schüler) dürfen nur dann spielen, wenn ihr Mestre die Erlaubnis dazu erteilt, um ihnen eine Chance zum Spielen zu geben. Bei diesem Toque gibt es keinen Gesang und er ist für einen "jogo baixo".

nach oben 

Amazonas

Amazonas ist ein feierlicher Toque. Dieser wird verwendet, um Mestres und deren Schüler, die von weit herkommen, zu begrüssen. Kommt also in der Regel bei Batizados und anderen Treffen vor. Dieser Toque ist auch für ein "jogo de dentro" geeignet.

nach oben 

Cavalaria

Cavalaria ist der Toque der höchsten Wachsamkeit für die Capoeiristas. Er wird verwendet, um auf die Gefahr, die Gewalt und die Auseinandersetzung des Spiels der Roda aufmerksam zu machen. Zur Sklavenzeit (bis 1888) und als Capoeira verboten war (von 1890 bis 1937), wurde dieser Toque verwendet, um die trainierenden Capoeiristas vor der Ankunft der Vorarbeiter oder der Verwalter der Republik zu warnen. Sie benutzten Cavalaria dem Namen nach, um vor der Ankunft der Polícia Montada (berittene Polizei), also der "Kavallerie", zu warnen.

nach oben 

Santa Maria

Dieser Toque wird verwendet, wenn ein Spieler ein Messer an Fuss oder Hand befestigt. Er reizt das Spiel, gibt aber keinen Anlass zur Gewalt. Wird im Normalfall nur von Spielern hohen Niveaus gespielt.

nach oben 

Benguela

Benguela ist der langsamste Toque von Capoeira Regional. Er kennzeichnet ein rhythmisches Spiel mit viel Malícia (Bosheit) und Floreios (Verzierung). Er diente zur Übung der Selbstverteidigung gegen die bewaffneten weissen Kolonialisten. Früher wurde er beim Spiel mit Stock oder Messer angewandt, und einige tun es heute noch. Er ist nur für erfahrene Capoeiristas, wird aber manchmal auch in einer normalen Roda verwendet, um das Spiel zu "beruhigen", wenn sich die Spannung zu sehr gesteigert hat, da er der langsamste Toque von Capoeira Regional ist. Benguela ist ein Toque für ein "jogo de dentro".

nach oben 

Maculelê

Dies ist der Toque für die "dança do Maculelê" (Maculelê-Tanz), oder für den "jogo do porrete"
(porrete = Knüppel) und "jogo da faca / do facão" (faca = Messer).

nach oben 

Idalina

Idalina ist ein langsamer Toque mit starkem Schlag, der auch für den "jogo do facão" verwendet wird. Ursprünglich war er Capoeiristas höheren Niveaus vorbehalten. Heutzutage wird er fast nicht mehr ausgeübt.

nach oben 

São Bento Grande de Bimba

Wie der Name schon sagt, ist das der Toque von Bimba. Es handelt sich um eine Variation, die Mestre Bimba über den Toque de São Bento Grande kreiert hat. Er ist die Hymne der Capoeira Regional Baiana.

nach oben 

Samba de Roda

Dies ist der originalste Toque der Roda de Samba, der normalerweise nach der Roda de Capoeira gespielt wird, um die Spieler und deren Umgebung zu entspannen, aufzulockern und um sich auszuruhen. Beim Samba de Roda zeigt der Capoeirista, dass er gut Samba tanzen kann und seine Hüfte zu schwingen weiss - er somit also in der Lage ist, seiner Freundin oder seinem Freund zu imponieren.

nach oben 

Samba de Angola

Samba de Angola wird beim Tanz des Samba de Roda oder des Samba Duro gespielt.

nach oben 

Samango

Samango - fauler Mann - ist ein Toque von Mestre Canjiquinha, der seitwärts gekämpft wird und dessen Gestalt weniger Bewegungen hat. Charakteristisch für dieses Spiel sind die Chapa Giratória, Chapa de Lado, Rasteira und Vôo do Morcego.

nach oben